Freies Soziales Jahr / Bundesfreiwilligendienst

Wir bieten Stellen für Freiwilligendienste (FSJ und BFD) zur Begleitung und Unterstützung von Kindern während des Schulunterrichts. Nähere Informationen bitte telefonisch oder per Mail erfragen.

Ansprechpartnerin:

Babette Heimlich

b.heimlich@spi-unna.de 
Tel.: 02303 / 90 295 65

Hier ein paar FSJ-ler Berichte


Da ich nach dem Abi nicht genau wusste, was ich studieren soll, habe ich mich entschieden, erstmal ein BFD bei der SPI Unna zu machen.

Die Zeit an der Osterfeldschule hat mir total viel Spaß gemacht und ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln.

Ich war dort als Integrationskraft tätig und da mir die Arbeit mit den Kindern so gut gefallen hat, habe ich mir überlegt im Anschluss Sonderpädagogik zu studieren.

Die Erfahrungen aus dem BFD helfen mir jetzt im Studium sehr, da man zu den vielen theoretischen Ansätzen sofort ein passendes Beispiel aus der Schule im Kopf hat.

Ich kann also allen, die im sozialen Bereich arbeiten wollen, nur empfehlen nach dem Abi erstmal ein BFD zu machen. Ihr werdet die Zeit nicht vergessen. :-)

Alexia Gutzeit, Mai 2015


Mein Bundesfreiwilligendienst / BFD als Integrationskraft

Da ich nach dem Abitur noch keine genaue Vorstellung hatte, was ich studieren bzw. arbeiten könnte, habe ich mich für ein BFD entschieden.

Meine Arbeit besteht darin, mich 1 Jahr lang um ein integratives Kind im Schulalltag und Nachmittagsbereich zu kümmern. Das Kind leidet an einer Spastik und kann alltägliche Situationen wie schreiben, allein essen und laufen nicht selber bewältigen. Ich hole den Jungen morgens mit seinem Rollstuhl vom Taxi ab, helfe ihm beim Ausziehen und begleite ihn anschließend in die Klasse. Dort unterstütze ich ihn beim Schreiben, Abheften und bei Verständnisproblemen. Nachmittags sind wir in der offenen Ganztagsschule. Hier helfe ich beim Essen, bei Kommunikationsschwierigkeiten und bei Spielen, die er selbst nicht bedienen kann.

Die Arbeit mit meinem I-Kind macht mir viel Freude und es ist schön, seine Entwicklung und Erfolge zu beobachten. Durch den BFD habe ich die Möglichkeit, 1-wöchige Seminare zu besuchen, bei denen man viel Neues lernt und einen Austausch mit anderen BFD-lern hat. Dabei kommt der Spaß nicht zu kurz.

Ich bin froh mich für ein BFD entschieden zu haben, da ich in der Zeit viel dazu gelernt habe und kann es jedem empfehlen, der gerne mit Kindern arbeitet und sich sozial engagieren will.

Johanna Hartl, Mai 2015


FSJ Erfahrungsbericht

...Was wird nach meinem Abitur sein?

Diese wichtige Frage stellte ich mir oft zum Ende meiner Schullaufbahn. Eine genaue Antwort darauf hatte ich jedoch nicht. Sollte ich etwa studieren oder vielleicht doch lieber eine Ausbildung anfangen? Was ist denn, wenn ich die falsche Entscheidung treffe? Viele Fragen, die mich beschäftigten. Als ich meine Mitschüler fragte, was sie denn vorhaben, stieß ich auf ähnliche Probleme. Dann hörte ich von dem „Freiwilligen sozialen Jahr“. Ein Jahr, in dem sich jeder sozial orientieren und eine Hilfe bei der späteren Berufswahl erhalten sollte, klang zu diesem Zeitpunkt sehr praktisch. Es ging also los mit Bewerbungen schreiben und Vorstellungsgesprächen. Nach der Zusage an der Liedbachgrundschule in Unna Billmerich besteht meine Aufgabe nun darin, einen körperlich eingeschränkten Erstklässler durch die Schul- und OGS-Zeit zu begleiten. Dabei helfe ich ihm, schwierige und ihn überfordernde Situationen zu bewerkstelligen. Durch die Unterstützung der OGS-Mitarbeiterinnen und Lehrer, die mich direkt integriert und eingespannt haben, war ich schnell eingearbeitet. Auch der Kontakt zu den Kindern und teilweise zu den Eltern wurde mit der Zeit immer enger. Ich entschied mich eine Fußball AG im Rahmen der OGS zu eröffnen, in der 20 Kinder im Alter von 6-10 Jahren teilnehmen. Diese zu coachen und zu motivieren brachte mich oft an meine Grenzen. Doch genau diese Grenzen zu erkennen und zu übersteigen erweiterte meine persönlichen Kompetenzen. Zu sehen, wie die Kinder lesen und schreiben lernen, sich neue Freundschaften entwickeln und Probleme einem selbst anvertraut werden, sind nur einige der positiven Aspekte, die ich in diesem Jahr erfuhr.

Des Weiteren kommt die persönliche Entwicklung hinzu, die durch die notwenige Selbstorganisation und das Verantwortungsbewusstsein stark gefördert wurde. Auf den abzuleistenden Seminaren entstanden viele neue Freundschaften und das Zusammenleben in einer größeren Gruppe machte sehr Spaß. Zudem sorgten spannende Einheiten und Aktivitäten für Abwechslung, sodass ich jedes Seminar sehr genossen habe.

Ich befinde mich momentan am Ende meines freiwilligen sozialen Jahres.

Im Anschluss daran werde ich soziale Arbeit studieren.

Alles in allem kann ich jedem Schulabgänger ein FSJ oder BFD empfehlen. Jedem, der sich selbst entdecken und persönliche Grenzen austesten will. Jedem, der noch nicht genau weiß, was die Zukunft bereit hält und sich sozial orientieren möchte.

Ich kann auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Eindrücke und positiven Erlebnissen zurückblicken und bin sehr froh ein FSJ gemacht zu haben.

Daniel Wolf, Juni 2015