Zertifikatsausbildung
SPI Respekt- und Deeskalationscoach
Du arbeitest täglich mit Menschen – in Kitas, Schulen, der Familienhilfe oder anderen pädagogischen Feldern. Du kennst die Momente, in denen Spannungen entstehen, Grenzen getestet werden und ein ruhiger Kopf gefragt ist. Und du weißt: Deeskalation ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von Haltung, Wissen und Übung.
Unsere Zertifikatsausbildung „SPI Respekt- und Deeskalationscoach" gibt dir genau das: ein strukturiertes, praxisnahes Qualifizierungsangebot, das dich dort abholt, wo du stehst – und dich dahin bringt, wo du wirksam werden kannst. Du entwickelst deine Kompetenzen in Gewaltprävention und Deeskalation weiter, stärkst deine professionelle Haltung und lernst, wie du andere in deinem Arbeitsumfeld auf diesem Weg mitnimmst.
Bei der SPI glauben wir: Wer Respekt weitergeben will, muss ihn selbst verkörpern. Deshalb steht in dieser Ausbildung nicht nur das Fachwissen im Mittelpunkt, sondern auch die persönliche Reflexion und der kollegiale Austausch. Schritt für Schritt – in deinem eigenen Tempo, begleitet von erfahrenen Trainerinnen und Trainern und einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten.
Am Ende steht das SPI-Zertifikat als Anerkennung deines Engagements und als sichtbares Zeichen deiner Expertise.
1. Ziel der Zertifikatsausbildung
Diese Zertifikatsausbildung qualifiziert Fachkräfte dazu, Respekt, Deeskalation und Gewaltprävention fachlich fundiert, reflektierend und handlungssicher im beruflichen Alltag umzusetzen und im SPI-Kontext weiterzugeben.
Der Fokus liegt auf:
- professioneller Haltung
- deeskalierende Prävention
- Prävention von Gewalt und Grenzverletzungen
- verantwortungsvoller Weitergabe von Wissen und Methoden
2. Voraussetzungen für den Zertifikatserhalt
Für den Erwerb des Zertifikats sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen.
2.1 Fortbildungsnachweise (100 UE)
- Mindestens 100 Unterrichtseinheiten (UE) Fortbildung
- Pflichtfortbildungen:
- Zwischen Macht, Grenzen und Respekt: Was ist überhaupt Gewalt?
- Klare Worte, ruhiger Raum – Deeskalation im Dialog
- Wenn Nervensägen an den Nerven sägen
- Grundlagen Respekttraining: Gewaltprävention durch Bewegung, Haltung und
Miteinander - Miteinander Kämpfen – Kraft dosieren, Grenzen wahrnehmen, Konflikte sprachlich lösen
- „Miteinander stärker“ – Teamtraining für pädagogische Fachkräfte
- Die benötigten Unterrichtseinheiten sind vollständig über das SPI-Fortbildungsprogramm erfüllbar
- Fortbildungen anderer Anbieter können angerechnet werden, müssen jedoch vorab oder nachträglich durch die SPI anerkannt werden
2.2 Anrechenbare Fortbildungen (SPI-Fortbildungsprogramm)
Die folgenden Fortbildungen können vollständig auf die 100 Unterrichtseinheiten angerechnet werden:
- Grundlagen Respekttraining: Gewaltprävention durch Bewegung, Haltung und Miteinander (Tag 1+2)
- Wenn Nervensägen an den Nerven sägen
- „Miteinander stärker“ – Teamtraining für pädagogische Fachkräfte
- Klare Worte, ruhiger Raum: Deeskalation im Dialog (Tag 1+2)
- Cybergrooming – Risiken erkennen, sicher handeln
- Zwischen Macht, Grenzen und Respekt: Was ist überhaupt Gewalt?
- Kollegiale Fallberatung: Gemeinsam Lösungen entwickeln
- Dialog auf Augenhöhe: Gespräche mit jungen Menschen gelingend gestalten
- Stark im Umgang – respektvoll im Konflikt: Gewaltprävention und Respekttraining mit Schwerpunkt Kitaalter
- Sensible Themen sicher ansprechen – Mit Eltern im Dialog
- Spielen, Ringen, Grenzen wahren: Gewaltprävention und Respekttraining mit Schwerpunkt Grundschulalter
- Rechtlicher Rahmen und Verfahrensweg im Kinderschutz
- Miteinander Kämpfen – Kraft dosieren, Grenzen wahrnehmen, Konflikte sprachlich lösen
2.3 Weitere verpflichtende Bestandteile
Zusätzlich zu den Fortbildungen sind folgende Leistungen verpflichtend:
Teilnahme an Fachaustauschen
- Wer sich zur Zertifikatsausbildung angemeldet hat, bekommt Einladungen zu den Fachaustauschen für zertifizierte und angehende SPI Respekt- und Deeskalatonscoaches. Für eine Zertifizierung ist die Teilnahme an vier Fachaustauschen verpflichtend.
Hospitation
- Durchführung einer Hospitation bei einem Respekt-/Deeskalationstraining
- Das Training muss von einer zertifizierten SPI-Respekt- und Deeskalationscoach durchgeführt werden
Eigenes Respekt-/Deeskalationstraining
- Planung und Durchführung eines Respekt-/Deeskalationstrainings
im Umfang von 16 UE - Beobachtung des Trainings durch einen zertifizierten SPI-Respekt- und
Deeskalationscoach - Anschließende gemeinsame Reflexion
2.4 Schriftliche Planung und Reflexion
Es ist eine schriftliche Planung und Reflexion einzureichen.
Einzureichende Unterlagen bei der SPI:
- Fortbildungsbescheinigungen (UE-Nachweise)
- Nachweise über die Teilnahme an den Fachaustauschen
- Nachweis über die Hospitation
- Schriftliche Planung des eigenen Trainings
- Schriftliche Reflexion des eigenen Trainings
3. Abschluss und Vergabe des Zertifikats
Nach Sichtung aller eingereichten Unterlagen durch die SPI wird – bei vollständiger und erfolgreicher Erfüllung aller Voraussetzungen – das SPI-Zertifikat „SPI Respekt- und Deeskalationscoach“ verliehen. Die Verleihung findet in einem feierlichen Rahmen statt.